Mitgliederversammlung des Historischen Vereins Nordrach
Der Historische Verein Nordrach hielt am vergangenen Dienstag, 21. Juli 2026, im Leseraum der Hansjakob-Halle seine Mitgliederversammlung ab.
Der Vorsitzende Herbert Vollmer konnte zwölf der 31 Mitglieder begrüßen und erwähnte, dass drei Vorstandsitzungen stattfanden.
Schriftführerin Andrea Lienhard beleuchtete in einem eindrucksvollen Bericht das zurückliegende Vereinsjahr 2025:
Am 21. März fand eine Lesung mit Michael Paul statt, der seinen noch in Arbeit befindlichen Roman „Zwei Freunde“ vorstellte.
Der Historischer Verein Nordrach bestand 2025 seit 20 Jahren. Deshalb wurden die wichtigsten Daten auf einem Flyer festgehalten und als Beilage zu Amtsblatt und Schwarzwälder Post verteilt.
Im Frühjahr und Herbst fanden wie gewohnt zwei geführte Wanderungen zu den Höhenhöfen statt, an denen insgesamt 40 Personen teilgenommen hatten.
Am 19.06. konnte die Erinnerungstafel „Pouponnière“ vor dem ehemaligen Lungensanatorium Rothschild im Beisein von Claudine Spire aus Paris angebracht werden. Sie hatte 1947/48 sieben Monate in dem Kinderheim gelebt, bevor sie dann nach Frankreich gebracht und dort adoptiert wurde.
Im Juli wurde zur Absicherung vor der Grube Amalie im Moosbachtal ein Metallzaun angebracht.
Am 06.09. fand eine Lesung mit Anke Feuchter statt. Sie las aus ihrem Buch „Aus Liebe zu Roman“, in dem sie das Schicksal der Mutter des „Franzosenkindes“ Roman beschreibt. Claudine Spire war auch zu diesem Termin zusammen mit ihrem Ehemann aus Paris angereist.
Am 23.09. lud der Verein zu einem Stammtisch in das Gasthaus Stube ein.
Am 17.10. fand der 13. Nordracher Geschichtstag statt. Der thematische Schwerpunkt lag auf der historischen Flößerei im Kinzigtal, die Gustav Heinzelmann anschaulich beschrieb. Außerdem wurde der Historische Ortsplan Nordrach vorgestellt und ein Rückblick auf 20 Jahre Vereinsgeschichte gehalten. Bertram Sandfuchs, Co-Präsident des Historischen Verein für Mittelbaden, überbrachte die Glückwünsche des Hauptvereins und sparte nicht mit Lob. Bürgermeister-Stellvertreter Günter Eble überbrachte Glückwünsche der Gemeinde Nordrach und dankte für die zahlreichen Aktivitäten des Vereins. Die Feier wurde von Reinhard Holz an der Querflöte und Benjamin Telmanyi Lylloff am Klavier musikalisch umrahmt.
Im Dezember gab der Verein den Heimatbrief 2024 heraus und in der Schwarzwälder Post wurde „25-Jahresrückblick – das Jahr 2000“ veröffentlicht.
Zur Grube Amalie gab Thomas Laifer noch weitere Informationen. Zahlreiche Gespräche fanden mit Behördenvertretern statt, um abzuklären, ob und wie die Grube genutzt werden könnte. Zusammen mit seinem Sohn Marius pflegt er auch die Homepage des Vereins und den Instagram Account.
Herbert Bruder konnte über geordnete Finanzen berichten. Die Kassenprüfer stellten keinerlei Mängel fest. Die Entlastung der Vorstandschaft erfolgte einstimmig.
Ausblick auf 2026: Im Juni konnte der Verein den Heimatbrief 2025 herausgeben. Am 18. September findet der 14. Nordracher Geschichtstag statt, Thema: Auswanderung. Als Referent konnte der Historiker Heinrich Schwendemann aus Steinach gewonnen werden. Vereinsmitglied Reinhard Holz hat eine Biografie über Cäcilia Armbruster und Hubert Ficht verfasst, die im 19. Jahrhundert nach Amerika ausgewandert waren und sich in St. Louis niedergelassen hatten, wo auch viele weitere Nordracher eine neue Heimat gefunden hatten.
Am Jahresende wird wieder ein 25-Jahresrückblick erscheinen, auf das Jahr 2001.
