Sommerferienprogramm des Historischen Vereins Nordrach im Museum für Mineralien und Mathematik
Am Donnerstagnachmittag fuhren Vereinsmitglieder mit 14 Kindern nach Oberwolfach zum Museum für Mineralien und Mathematik.

Das Museum verwirklicht die Idee, die zwei Alleinstellungsmerkmale der Region in einem interaktiven Museum zu vereinen: die Schwarzwaldmineralien des Vereins der Freunde von Mineralien und Bergbau Oberwolfach und das Wissen des Mathematischen Forschungsinstituts Oberwolfach. Das Museum zeigt ausschließlich Minerale aus dem Schwarzwald, gibt Einblicke in die Mathematik sowie die Verbindung dieser beiden Gebiete. Interaktive Installationen helfen dabei, die Themen Symmetrie und Kristallographie zu verstehen.
Werner Günter, ein ehemaliger Lehrer, führte die Kinder durch die Museumsräume und zeigte und erläuterte die Ausstellungsstücke u. a. aus der Historischen Silbergrube Wenzel, Ausbeutetaler, Bergbaulampen und Werkzeuge. Er erklärte anschaulich, wie und wo und unter welchen Bedingungen Minerale entstanden sind.
Im mathematischen Teil des Museums waren die interaktiven Installationen besonders interessant. Auf einem Tisch sollten Puzzleteile so zusammengefügt werden, dass keine Lücken entstehen. Carpark ist ein spannendes Logikspiel. Die Aufgabe ist es, das rote Cabrio aus einem Parkstau zu befreien, indem die Autos nur vorwärts und rückwärts verschoben werden durften. Auch die Schatzsuche war begehrt. Man musste einen Schatz finden, der am tiefsten Punkt des Meeresbodens versteckt ist! Mit Pfeiltasten konnten die Kinder ein Schiff bewegen und mit dem runden Knopf eine Sonde hinabsenden. Mit welcher Strategie kann man den Schatz möglichst schnell finden?
Mit 3D-Brillen ausgestattet, konnten die Kinder an einem Monitor wunderbare Kristalle und Mineralien bewundern. Noch vieles mehr lud zum Entdecken und Ausprobieren ein.
Dann gab es noch eine Hausaufgabe mit auf den Heimweg. Eine Anleitung erläutert, wie man mit Wasser, Salz, einem Glas, einem Holzstäbchen oder Faden Kristalle züchten kann. Es kann 7 bis 14 Tage dauern, bis die ersten Kristalle sichtbar sind.
Viel zu schnell verging die Zeit. Die Kinder waren ausnahmslos begeistert und werden sicherlich dieses hochinteressante Museum wieder einmal mit ihren Eltern besuchen wollen.

Dolomit aus Steinach 
Der Ausstellungsbereich im mathematischen Teil 
Mineralien aus Wittichen 
Wertvolle Silbermünzen, sogenannte „Ausbeutungstaler“ 
Achat vom Geisberg
